21. Juli 2017 - 00:22:46

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Krankheitsbilder
Was versteht man unter Leukämie und Lymphomen ?
Unter dem Begriff “Leukämie” werden verschiedene bösartige Erkrankungen der blutbildenen Zellen im
Knochenmark verstanden, bei denen es zu einer Ausschwemmung von Blutzellen vor Abschluß der Zellreifung
in die Blutbahn und auch in andere Organe kommt. Die hieraus resultierenden Veränderungen des Blutbildes im
Sinne einer Leukozytose wurden erstmalig von den Berliner Pathologen Rudolf Virchow im 19. Jahrhundert als
Leukämie bezeichnet.
Je nach klinischen Verlauf der Erkrankung werden akute von chronischen Leukämien unterschieden. Weiterhin wird
nach der Herkunft der bösartigen Zellen zwischen der myloischen und der lympathischen Leukämie
differenziert. “Maligene Lymphome” sind bösartige Neubildungen von Zellen des körpereigenen
Abwehrsystems,
zu denen u. a. die Lymphknoten und die Milz gehören. Sie werden in Hodkin- und
Non-Hodkin-Lymphome unterteilt. Weiterhin gehören auch Plasmozytome zu den malignen Lymphomen, die in
der Regel als Plasmazellvermehrung im Knochenmark beginnen ohne das der Lymphknotenbefall von
Bedeutung ist. Diesen sogenanten hämatologischen Neoplasien ist gemeinsam ,
dass sie Systemerkrankungen sind und daher meistens eine Therapie erfordern, die den ganzen Körper erfasst. Hierzu
gehört primär die Chemotherapie, die die bösartigen Zellen abtötet. In neuerer Zeit gewinnt die
Behandlung mit mono-klonalen Antikörpern, die selektiv leukämische und/ oder
auch Lymphzellen angreifen, zunehmend an Bedeutung.
Immer ist eine stadiengerechte Therapie erforderlich, die in enger Abstimmung mit niedergelassenen Hausärzten ,
onko-logischen Schwerpunktpraxen, regionalen Krankenhäusern und übergeordneten Tumorzentren erfolgen
muss. Hierbei leisten auch Selbsthilfeinitiativen einen großen Beitrag zu individuellen Hilfe für Patienten und Angehörige.

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